03 Internetanonymität

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03 Internetanonymität

Beitrag von Gast am Mo Aug 08 2016, 22:28


Das Internet hat das Leben von uns Menschen wahnsinnig verbessert. Man kommt schnell an Informationen und findet leichter Leute, welche ähnlich Ticken wie man selbst.
Aber es hat auch seine Schattenseiten. Gerade in Foren gibt es immer wieder Leute, die sich wichtig machen und dort gerne mit ihrem Wissen prahlen, welches in Wirklichkeit oft sehr begrenzt ist. Es findet gerade im Internet schnell Mobbing statt. Nur zu oft sieht man, wie einzelne Personen wegen ein paar schwer verständlichen Sätzen total runter-gezogen werden.
Zusammengefasst kann man wohl sagen, dass es manche Menschen gibt, welche sich im Internet gerne in den Mittelpunkt stellen um Aufmerksamkeit zu erregen und um Bestätigung zu bekommen und dabei leben sie ihre im Internet besitzende Anonymität voll aus. Auf der anderen Seite gibt es auch wahnsinnig viele Leute, die beim Schlecht-machen eines anderen mitziehen.
Diesem Trend wollen wir natürlich entgegenwirken. So bitte ich dich Leser darum, da du ja nun über diesen Punkt Bescheid weißt ein wenig die Ohren offen zu halten und vielleicht kannst du ja in der ein oder anderen Situation etwas entschärfend eingreifen. Das würde mich freuen und die betroffene Person bestimmt auch.

Ein zweiter Trend welcher sehr nah an den obrigen gekoppelt ist es, dass oft nur auf 1-2 Sätze, welche dem Leser nicht passen, eingegangen wird. Nur zu oft hängen sich Leute an ein paar Sätzen auf und das eigentliche Thema wird überhaupt nicht mehr beleuchtet.
Dies passiert jedem schnell, dass er sich auf eine Teilaussage des anderen bezieht und die anderen Aussagen außer acht lässt. Dagegen kann man wohl nur eins tun: Kontrolliert euch selbst. Immer wenn ihr in Foren eine Antwort verfasst, setzt euch danach nochmal hin, lest den Vorpost und eure Antwort durch und schaut darauf, ob ihr auch wirklich sachlich beim Thema geblieben seid.

Bei der Kommunikation über die Schrift fehlt es einfach an Betonung und der schnellen weiteren Erklärung, was wir denn eigentlich meinen. Dies ist auch einer der Gründe, warum Missverständnisse so schnell entstehen und schwieriger auszugleichen sind. Hier hilft, wie so oft, ein freundliches Nachfragen.

Hier noch ein Beispielsatz:
"Hi mr. x, deine Aussagen kann ich im Allgemeinen gut folgen nur bei diesen zwei Sätzen(Zitat)... kommt mir folgendes in den Sinn und zwar, dass ... . Habe ich dich vielleicht nur falsch interpretiert? Es würde mich freuen, wenn du das Thema nochmals erläutern könntest. Vielen Dank, ...


Zuletzt von Mindblower am So Aug 21 2016, 11:14 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet

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Re: 03 Internetanonymität

Beitrag von Datyria am Mi Aug 10 2016, 03:17


Zu Internetanonymität:

Es gibt viele Leute die sagen, dass sie Datenschutz haben möchten und ihre Daten nicht einfach an andere Firmen verkauft werden sollen, während sie dann ein kostenloses I-Phone haben wollen, in dem sie sich nur mit ihrem Facebookaccount anmelden müssen um 1 von 1 Millionen zu sein, der es bekommen kann.
Zum anderen gibt man allein um das I-Phone zu bekommen seine Wohndaten an damit das I-Phone auch geschickt wird.
Wiederum sind sie der Meinung, dass ihre Kinder nicht Bilder ins Internet schicken sollen und verschicken dann an ihre Freunde Bilder von dem neugeborenen Sohn oder das letzte Urlaubsfoto von allen gemeinsam.

Andere Leute verschicken ihre künstlerische Begabungen wie Gemälde, Gedichte und Geschichten auf Facebook und glauben, dass sie noch ein Copyright auf alles haben und haben es eigentlich nur reingestellt, damit sie mehr Leser oder Betrachter haben die sich für das Gemälde interessieren oder es kaufen.
Dabei verliert man alleine beim Posting des Gedichtes z.B. das Copyright darauf, da es Facebook gehört nachdem es gepostet wurde.

Viele Leute sind es gewöhnt jede einzelne Tat die sie gemacht haben ins Facebook zu posten "Um 12 gehe ich einkaufen." und beginnen dann, immer detailierter und immer mehr Tätigkeiten zu posten, da es andere Leute liken und kommentieren und beginnen dann, sich mit dem Internet zu identifizieren und alles preis zu geben um Aufmerksamkeit und Beachtung zu bekommen.

Sobald Leute glauben, dass sie sicherer sind wenn sie zum Beispiel einen Fakeaccount erstellen oder weil bei der letzten "ich bring mich um" Meldung keine Polizei vor der Tür stand und sie glauben, dass niemand sie zurück verfolgt oder sie unbestraft davon kommen fangen sie an ihre Meinung von Politik und Gesellschaft kund zu tun, sobald dieses Thema sie in ihren Umfeld oft begleitet.

Menschen die davon genervt sind, dass es so viele Vegetarier um sie herum gibt, versuchen diese zu missionieren keine mehr zu sein oder zu werden und schauen, dass sie möglichst in eine Anti-Veganergruppe kommen um ihre Meinung kund zu tun.
Sobald der erste Veganer sich dort anmeldet um seine Meinung zu schreiben, kommt direkt eine Hetzrede und ein Hass um diese Person bloß zu stellen in ihrer Handlung und dass sie genauso verwerflich sind wie alle anderen.

Das gleiche ist mit den Medien, denn wir hören sie nicht nur im Radio und Fernsehen und auch wie dort ihre Handlungen sind, was sie sagten und wie sie dargestellt werden sondern auch in Zeitungen und dem Internet, bei dem wir öfters die Meinung anderer lesen und uns in diese hinein fühlen können.
Sobald eine Tat von einem Ausländer begannen wird, war es ein Asylant und wir beginnen die Menge zu verstehen die gegen Asylanten sind und je mehr wir darüber hören, desto beunruhigender sind wir wenn diese Asylanten ein Gebäude bei uns bekommen.
Doch statt uns auf sie einzulassen und mit ihnen zu sprechen verurteilen wir sie durch eine fremde Meinung und tun so, als sei es uns geschehen und als sei das in den Medien vor unseren Augen geschehen und beginnen sie brennen sehen zu wollen.
Oft begehen wir die gleichen Taten wie unsere Ahnen, denn das gleiche Problem hatten wir mit den heutigen Asylanten damals als die Mauer bestand (oder abgerissen wurde) und das was man über sie gesagt hatte.

Wir wünschen uns heute genauso einen 3. Weltkrieg wie unsere Ahnen die damals den ersten und dann den zweiten Weltkrieg wollten und wir haben so viel Hass und Abscheu in uns die nicht von uns stammt sondern von der Umgebung in der wir uns entwickeln und die immer wieder die gleiche Meinung vertritt, großteils nur von der Meinung der Medien die wir jeden Tag konsumieren, uns beeinflußen lassen und uns in sie hineinfühlen und glauben, dass diese keinen Einfluss auf uns haben und wir sie nur hören um das Neuste zu wissen und auf dem besten Stand zu sein, der uns im Leben weiter hilft besonders bei der Berufung oder der Bildung unserer Kinder.
Aber sie beeinflussen uns allein dann schon, wenn wir uns auf sie einlassen.
Allein auch eine Antihaltung gegen eine bestimmte Meinung bringt uns zu einem Einfluss der uns dazu führt automatisch zwei Seiten zu erhalten: Anti und Pro.
Es gibt dann nichts mehr dazwischen.
Die anderen sind schlecht und wir gut und alles was ihre Meinung übernimmt ist schlecht so wie sie.

Diese Haltung die wir beziehen haben wir unter anderem durch die Religionen und den Werten von "gut und schlecht" vermittelt bekommen haben, bringt uns dazu alles nur in schwarz- oder weiß zu sehen statt uns auch auf die vielen Graustufen einzulassen.

Warum ist links gleich fremdenfreundlich und rechts volksfreundlich? Warum kann man nicht alle Menschen lieb haben oder sie hassen, nur weil sie sich wie die größten Idioten benehmen oder statt alle von einer Gruppierung zu beurteilen jeden Menschen einzeln kennen lernen um uns Eindruck über sie vermitteln zu lassen?

Selbst Hans Wini, 33 mit 4 Kindern hat was anderes zu tun, als den ganzen Tag Sex zu haben und uns gleich vom "Hans" einen Eindruck von einem dummen, ungebildeten Menschen zu vermitteln wie bei einem "Kevin" und weil er 33 ist, gleich berufserfahren sein muss oder eben "fleißig"?
Wir kennen und kannten ihn nie und dennoch ist er unser "Hans", er ist der, der getan hat und dabei wissen wir nicht ob er es tat.

Wir müssen sehr viel an uns arbeiten und reflektieren: Wollen wir den Datenschutz so hätten wir erst gar nicht uns in Facebook anmelden sollen und erst gar nicht so viel über sich im Internet preis geben.
Wollen wir keinen oder ist er uns egal, so sollte Facebook und die Daten im Internet kein Problem darstellen.
Faken wir unsere Identität, müssen wir uns allerdings nicht wundern, wenn wir gelöscht oder gemeldet werden.

Achtet auf euch und beschwert euch nicht, wenn ihr dann einsteckt, weil eure Entscheidung eine Konsequenz hat und ihr die Schuld bei anderen sucht.

Bedacht was ihr postet, was ihr schreibt und was ihr preisgibt.

Merkt euch: Auch wenn ihr einer von vielen seid, der hasst oder nicht hasst, auch ihr werdet von euren Freunden und eurem Umfeld beobachtet und irgendwann zeigt sich alles durch eine einzelne Tat euch gegenüber, denn auch wenn nicht die Politik oder die Medien genau euch auserwählen in euren Taten, so eure Familie und Freunde.
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